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 Betreff des Beitrags: Nichtsexistische Kinderbücher
 Neuer Beitrag Verfasst: 23.01.2010, 15:33 
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Klumpen Tofu

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Häufig, sehr häufig kommt es vor, dass in Kinderbüchern sexistische Strukturen verwendet werden.
(Beispielsweise habe ich kürzlich eine Werbung mit ein paar "lieben Mädchen" gesehen, die für ein pinkes Kochbuch ("lerne einfache Rezepte und überrasche deine Mutter" oder so) warben)

Hier will ich aber nicht über die Negativ-Beispiele sprechen, sondern den positiven Beispielen Raum lassen.
Kennt jemand von euch Kinderbücher, die nicht sexistisch sind?

(Über Pipi Langstrumpf kann man, wie wir in einem anderen Thread sahen, lange diskutieren. Diskussionen über Pipi Langstrumpf bitte nicht in diesem Thread, hier lediglich Bücher vorstellen, oder über diese diskutieren, aber Pipi hat schon ihren eigenen Thread)

Mir fehlt gerade kein einziges ein, das frei von sexistischen Normen ist, fällt euch etwas ein?


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 Betreff des Beitrags: Re: Nichtsexistische Kinderbücher
 Neuer Beitrag Verfasst: 25.01.2010, 15:45 
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Klumpen Tofu
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 Betreff des Beitrags: Re: Nichtsexistische Kinderbücher
 Neuer Beitrag Verfasst: 26.01.2010, 01:35 
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Administratorin
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hey, kann es sein, dass du hier auf ne (vllt schon bekannte) marktlücke gestossen bist...also nicht bloss in bezug auf anti-sexisitsche kinderbücher, sondern:

Plattformen, Sites, Läden spezialisiert auf antisexistisches erziehen, antisexistisch eltern-sein, spielzeuge, elterntreffs, babynahrung und so...

muss ja nicht immer nur riot grrrl rotz konzert sein...

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 Betreff des Beitrags: Re: Nichtsexistische Kinderbücher
 Neuer Beitrag Verfasst: 01.02.2010, 14:46 
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Klumpen Tofu

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Eine Bitte um Klarstellung, sind neutrale Bücher oder ausdrücklich positiv-feministische gesucht?


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 Betreff des Beitrags: Re: Nichtsexistische Kinderbücher
 Neuer Beitrag Verfasst: 02.02.2010, 18:51 
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Klumpen Tofu
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Le_Nerd hat geschrieben:
Eine Bitte um Klarstellung, sind neutrale Bücher oder ausdrücklich positiv-feministische gesucht?


Was meinst du mit "neutral"?

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 Betreff des Beitrags: Re: Nichtsexistische Kinderbücher
 Neuer Beitrag Verfasst: 07.02.2010, 14:12 
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Klumpen Tofu

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Beides. Mit "neutral" ist wohl gemeint, dass die Bücher nicht sexistisch sind, aber auch nicht ausdrücklich feministisch oder antisexistisch.

Mich würde es sowohl interessieren, welche Bücher es gibt, die keine Sexismen beinhalten, als auch, welche Bücher es gibt, die "aktiv" gegen Sexismen geschrieben wurden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nichtsexistische Kinderbücher
 Neuer Beitrag Verfasst: 11.02.2010, 01:45 
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Klumpen Tofu

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Danke, Becky, genau das hatte ich gemeint. Ich entnehme euren Aussagen, dass diese Unterschiedung im aktuellen Diskurs als nicht relevant gelten? Lasse mich gerne belehren. Beim genaueren Nachdenken fällt mir jetzt auch tatsächlich kein entsprechendes pro-buch ein; Ich bin leider schrecklich unsensibel und bemerke oft die subtileren Nuancen von sexismus nicht, daher ohne Gewähr ein "neutrales":

http://books.google.de/books?id=o_7BhWU ... q=&f=false

Finde das auch für Erwachsene sehr interessant, und mich berührt es persönlich, kann mich gut mit den Charakteren identifizieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nichtsexistische Kinderbücher
 Neuer Beitrag Verfasst: 11.02.2010, 20:09 
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Klumpen Tofu

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Zitat:
Ich entnehme euren Aussagen, dass diese Unterschiedung im aktuellen Diskurs als nicht relevant gelten?

Ich persönlich interessiere mich zumindest gerade dafür, welche nicht-sexistischen Kinderbücher es gibt, weil ich nur lauter Massen an sexistischen Kinderbüchern habe und kenne.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nichtsexistische Kinderbücher
 Neuer Beitrag Verfasst: 12.02.2010, 15:02 
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Klumpen Tofu

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ich denke das ist schwierig zu sagen, was "nicht-sexistisch" ist in einer gesellschaft die halt einfach sexistisch strukturiert ist. kommt jetzt wohl darauf an, was genau du als ausdrücklich anti-sexistisch / pro-feministisch verstehst, aber ich kann mir schwer ein buch vorstellen, das nicht zumindest anti-sexistisch gedacht wurde und dennoch nicht was gender(-hierarchien) angeht problematisches vermitteln kann.

das einzige buch das mir vor ein paar monaten zum thema eingefallen wäre als ich auch darüber nachgedacht habe, war "die geggis" von mira lobe (http://www.amazon.de/Die-Geggis-Mira-Lobe/dp/3702655840). es geht darin um die grünen sumpf-geggis und die roten berg-geggis, die sich gegenseitig hassen, aber zwei davon treffen sich irgendwann und werden freunde [!]. am schluss stellen alle geggis fest dass die anderen gar nicht so hässlich / eklig / stinkend / ... sind wie sie immer gelernt haben und haben sich lieb.
in meiner erinnerung waren die geggis alle einfach geschlechtslos. dann habe ich es allerdings nochmal gelesen und festgestellt, dass es doch eine einzige geggi gibt, die als "tante" (o.ä.) bezeichnet und dadurch als weiblich gegendert ist. sexismus ist somit im buch kein thema, aber männlichkeit wird als die norm transportiert. also auch wenn das buch an sich jetzt nicht krass sexistisch ist, im kontext ist es das dennoch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nichtsexistische Kinderbücher
 Neuer Beitrag Verfasst: 15.02.2010, 13:28 
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Klumpen Tofu
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idontcare hat geschrieben:
ich denke das ist schwierig zu sagen, was "nicht-sexistisch" ist in einer gesellschaft die halt einfach sexistisch strukturiert ist. kommt jetzt wohl darauf an, was genau du als ausdrücklich anti-sexistisch / pro-feministisch verstehst, aber ich kann mir schwer ein buch vorstellen, das nicht zumindest anti-sexistisch gedacht wurde und dennoch nicht was gender(-hierarchien) angeht problematisches vermitteln kann.

das einzige buch das mir vor ein paar monaten zum thema eingefallen wäre als ich auch darüber nachgedacht habe, war "die geggis" von mira lobe (http://www.amazon.de/Die-Geggis-Mira-Lobe/dp/3702655840). es geht darin um die grünen sumpf-geggis und die roten berg-geggis, die sich gegenseitig hassen, aber zwei davon treffen sich irgendwann und werden freunde [!]. am schluss stellen alle geggis fest dass die anderen gar nicht so hässlich / eklig / stinkend / ... sind wie sie immer gelernt haben und haben sich lieb.
in meiner erinnerung waren die geggis alle einfach geschlechtslos. dann habe ich es allerdings nochmal gelesen und festgestellt, dass es doch eine einzige geggi gibt, die als "tante" (o.ä.) bezeichnet und dadurch als weiblich gegendert ist. sexismus ist somit im buch kein thema, aber männlichkeit wird als die norm transportiert. also auch wenn das buch an sich jetzt nicht krass sexistisch ist, im kontext ist es das dennoch.


Das klingt auch nach einer total schlechten Rassismus-Metapher, wo Rassismus mal wieder als etwas dargestellt wird, was nichts mit Macht zu tun hat, sondern nur damit, dass Leute sich gegenseitig (! als ginge es nicht darum, dass die einen die anderen unterdrücken) nicht leiden können, weil sie unterschiedlich aussehen und Vorurteile gegeneinander haben. Und wo die Lösung ist, dass frau_man sich gegenseitig (!) annähert und kennenlernt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nichtsexistische Kinderbücher
 Neuer Beitrag Verfasst: 15.02.2010, 14:43 
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Klumpen Tofu

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ich glaube aber nicht, dass du in kinderbücher sinnvoll über "white privilege" schreiben kannst. ausserdem: so eindeutig ist das mit macht und rassismus auch gar nicht. die koreanischen ladenbesitzer, die während der LA riots ihre läden auch aus rassismus abgefackelt bekommen haben, die texte der Nation of Islam, diverse auseinandersetzungen zwischen jugendgangs entlang von nationalitätengrezen in USA, frankreich GB und deutschland - das zeigt, wie vielfältig rassismus auftritt

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 Betreff des Beitrags: Re: Nichtsexistische Kinderbücher
 Neuer Beitrag Verfasst: 16.02.2010, 12:49 
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Klumpen Tofu

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Annie_Slut hat geschrieben:
Das klingt auch nach einer total schlechten Rassismus-Metapher, wo Rassismus mal wieder als etwas dargestellt wird, was nichts mit Macht zu tun hat, sondern nur damit, dass Leute sich gegenseitig (! als ginge es nicht darum, dass die einen die anderen unterdrücken) nicht leiden können, weil sie unterschiedlich aussehen und Vorurteile gegeneinander haben. Und wo die Lösung ist, dass frau_man sich gegenseitig (!) annähert und kennenlernt.

hm, guter hinweis. ich finde es ja eigentlich nicht so schlimm, wenn jetzt mal in einer geschichte das thema vorurteile behandelt wird und machtverhältnisse außen vor gelassen werden, aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke ist mir als kind eigentlich rassismus immer *nur* auf diese art näher gebracht worden. also, bigmouth, es mag schon stimmen, dass rassismus vielfältig auftritt - aber die konsequenz, mit der machtverhältnisse und eben besonders white privilege ausgeblendet werden ist finde ich schon etwas auffällig.
aber ja, wie erklärt mensch das? ich denke nicht, dass es unmöglich ist in kinderbüchern sinnvoll darüber zu schreiben - aber eine vorstellung hab ich davon auch nicht. also vielleicht gleich mal an die frage nach anti-/nicht-sexistischen kinderbüchern drangehängt:

kennt eine_r anti-rassistische kinderbücher?

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 Betreff des Beitrags: Re: Nichtsexistische Kinderbücher
 Neuer Beitrag Verfasst: 16.02.2010, 19:09 
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Klumpen Tofu
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bigmouth hat geschrieben:
ich glaube aber nicht, dass du in kinderbücher sinnvoll über "white privilege" schreiben kannst. ausserdem: so eindeutig ist das mit macht und rassismus auch gar nicht. die koreanischen ladenbesitzer, die während der LA riots ihre läden auch aus rassismus abgefackelt bekommen haben, die texte der Nation of Islam, diverse auseinandersetzungen zwischen jugendgangs entlang von nationalitätengrezen in USA, frankreich GB und deutschland - das zeigt, wie vielfältig rassismus auftritt


Dass Rassismus vielfältig auftritt, heißt nicht, dass er nicht klar was mit Macht zu tun hat.
Und was nichts mit Macht zu tun hat, würde ich nicht als Rassismus bezeichnen, sondern z.B. als Vorurteil.
Ich würde auf die Texte der Nation of Islam nicht als rassistisch bezeichnen. Was nicht heißen soll, ich würde sie toll finden. Aber NOI schreiben nicht aus rassistisch privilegierter Perspektive. sie können daher höchstens Vorurteile über Weiße formulieren, aber das ist kein Rassismus.

Und ich glaube schon, dass es möglich ist, ein Kinderbuch über Rassismus zu schreiben, das Rassismus als Machtverhältnis thematisiert. Das setzt lediglich vorraus, das die Leute, die sowas schreiben, selber geschnallt haben, was Rassismus ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nichtsexistische Kinderbücher
 Neuer Beitrag Verfasst: 16.02.2010, 19:09 
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Klumpen Tofu
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bigmouth hat geschrieben:
ich glaube aber nicht, dass du in kinderbücher sinnvoll über "white privilege" schreiben kannst. ausserdem: so eindeutig ist das mit macht und rassismus auch gar nicht. die koreanischen ladenbesitzer, die während der LA riots ihre läden auch aus rassismus abgefackelt bekommen haben, die texte der Nation of Islam, diverse auseinandersetzungen zwischen jugendgangs entlang von nationalitätengrezen in USA, frankreich GB und deutschland - das zeigt, wie vielfältig rassismus auftritt


Boah wie nervig. Habe auf den submit-Button geclickt und habe statt dessen 'nen Preview vor der Nase gehabt. Nochmal auf submit gedrückt --> dann war der post zweimal da.

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 Neuer Beitrag Verfasst: 16.02.2010, 19:25 
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Klumpen Tofu

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Zitat:
Aber NOI schreiben nicht aus rassistisch privilegierter Perspektive. sie können daher höchstens Vorurteile über Weiße formulieren, aber das ist kein Rassismus.
das finde ich schlicht unsinnig. das zeigt deutlich, dass die entscheidung, rassismus so zu definieren, sich nicht aus dem gegenstand heraus begründet, sondern aus einer bestimmten absicht heraus, rassismus politisch zu benutzen. ich finde das unwissenschaftlich

das ist wie zu sagen, dass frauen gegenüber männern nicht sexistisch sein können

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 Betreff des Beitrags: Re: Nichtsexistische Kinderbücher
 Neuer Beitrag Verfasst: 17.02.2010, 12:28 
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Klumpen Tofu
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bigmouth hat geschrieben:
Zitat:
Aber NOI schreiben nicht aus rassistisch privilegierter Perspektive. sie können daher höchstens Vorurteile über Weiße formulieren, aber das ist kein Rassismus.
das finde ich schlicht unsinnig. das zeigt deutlich, dass die entscheidung, rassismus so zu definieren, sich nicht aus dem gegenstand heraus begründet, sondern aus einer bestimmten absicht heraus, rassismus politisch zu benutzen. ich finde das unwissenschaftlich

das ist wie zu sagen, dass frauen gegenüber männern nicht sexistisch sein können


Letzteres würde ich auch sagen.
Ich halte es nicht für unwissenschaftlich, Rassismus und Sexismus als gesellschaftliche Machtstrukturen zu begreifen. Und das bedeutet zwangsläufig, dass ohne eine Macht-Asymmetrie von oben nach unten keine Sexismus und auch kein Rassismus vorliegen kann.
Ansonsten würde die Macht-Ebene bei der Definition von Sexismus und Rassismus ignoriert, was eine massiv verkürzte und daher ziemlich nutzlose Analyse bedeuten würde, die ich auch nicht für wissenschaftlich halten würde. Zudem denke ich, dass an solchen Definitionen von Rassismus und Sexismus aus priviligierten Perspektiven heraus festgehalten wird, um Machtverhältnisse zu verschleiern, damit auch den eigenen privilegierten Status zu sichern und sich das Mittel des Gegenvorwurfs als Waffe zur Privilegiensicherung vorzubehalten. Und das ist privilegierte Interessenpolitik und nicht etwa "objektive Wissenschaft".

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