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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtertrennung im Profisport
 Neuer Beitrag Verfasst: 31.12.2009, 11:19 
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Klumpen Tofu

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1) die etablierung unserer geschelchtsnormen fällt weit nach der etablierung des humanismus

2) ein "denkbar schlechtes meßinstrument" wäre eher so was wie hautfarbe oder so. tatsächlich funktioniert das so gut, dass etwa das olympafinale in 800m schwimmen so aussah:

1. Federica Pellegrini, Italy, 1 minute 54.82 seconds (world record)

2. Sara Isakovic, Slovenia, 1:54.97

3. Pang Jiaying, China, 1:55.05

4. Katie Hoff, United States, 1:55.78

5. Camelia Alina Potec, Romania, 1:56.87

6. Caitlin McClatchey, Britain, 1:57.65

7. Bronte Barratt, Australia, 1:57.84

8. Ophelie-Cyrielle Etienne, France, 1:57.83

vs.


1. Michael Phelps , United States, 1:42.96 (new world record)

2. Park Taehwan, South Korea, 1:44.85

3. Peter Vanderkaay, United States, 1:45.14

4. Jean Basson, South Africa, 1:45.97

5. Paul Biedermann, Germany, 1:46.00

6. Dominik Meichtry, Switzerland, 1:46.95

7. Yoshihiro Okumura, Japan, 1:47.14

8. Robbie Renwick, Britain, 1:47.47

der langsamste männliche finalteilnehmer schwimmt schneller als der weltrekord der frauen

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtertrennung im Profisport
 Neuer Beitrag Verfasst: 31.12.2009, 12:03 
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Klumpen Tofu
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Zitat:
tatsächlich funktioniert das so gut, dass etwa das olympafinale in 800m schwimmen so aussah:


Tatsächlich funktioniert das so gut, dass deswegen bereits eine Sportlerin ermordet wurde und andere soziale und berufliche niederlagen verschmerzen müssen. Dieses Messinstrment ist inhuman, auch wenn derzeitige Messwerte durchschnittlich anzeigen, dass im Frauensport leistungen geringer ausfallen. Wenn Sport etwas mit leistung zu tun hat, sollte er sich auch an diesen Parameter zur Bildung von Ligen/Klassen halten. Und inwiefer der Zeitliche Zusammenhang von Humanismus und Geschlechternorm in der derzeitigen inhumanen differenzierung/ausgrenzung von Menchen aufgrund teilweise willkürlich so definierten geschlechtsmerkmalen relevant ist, erschließt sich mir nicht. Die bestehenden Strukturen funktionieren zumindest nicht, das sollte eine große, gesamtgesellschaftliche Veränderung auslösen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtertrennung im Profisport
 Neuer Beitrag Verfasst: 31.12.2009, 12:27 
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Klumpen Tofu

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das war kein plädoyer für diese trennung. ich halte nur beide argumente dagegen für nicht sonderlich gut

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtertrennung im Profisport
 Neuer Beitrag Verfasst: 01.01.2010, 07:25 
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Klumpen Tofu
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und ich habe versucht deutlich zu machen, warum die argumente doch greifen.
Zudem vertshe eich deinen einwand zu 1 nicht. Ich habe ja nicht behauptet, dass der Humanismus einer menschenfreunlichen geschlechterdefinition rechnung getragen hat, sondern dass er das denken so geändert hat, dass wir nun langsam eine änderung in dem bereich herleiten müssen. Der Mensch als Subjekt im Zentrum, kann nicht einhergehen mit ausgrenzung aufgrund äusserer physischer merkmale. Nein, bestimmt nicht...


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtertrennung im Profisport
 Neuer Beitrag Verfasst: 01.01.2010, 14:04 
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Klumpen Tofu

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der humanismus hat eben auch das denken der menschen geprägt, die sklaven hielten oder frauen nicht als gleiche ansahen. meinste, die amerikanischen gründerväter hätten sich selbst nicht als humanisten verstanden?

du hast offenbar eine idealistische auffassung davon, warum sich dinge ändern. dass frauen im 20. jahrhundert mehr rechte erkämpfen konnten, lag an den materiellen umwälzungen der bürgerlichen gesellschaft, und nicht an einer 400 jahre alten philosophischen tradition

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtertrennung im Profisport
 Neuer Beitrag Verfasst: 01.01.2010, 18:34 
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Klumpen Tofu
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bigmouth hat geschrieben:
1) die etablierung unserer geschelchtsnormen fällt weit nach der etablierung des humanismus

2) ein "denkbar schlechtes meßinstrument" wäre eher so was wie hautfarbe oder so. tatsächlich funktioniert das so gut, dass etwa das olympafinale in 800m schwimmen so aussah:

1. Federica Pellegrini, Italy, 1 minute 54.82 seconds (world record)

2. Sara Isakovic, Slovenia, 1:54.97

3. Pang Jiaying, China, 1:55.05

4. Katie Hoff, United States, 1:55.78

5. Camelia Alina Potec, Romania, 1:56.87

6. Caitlin McClatchey, Britain, 1:57.65

7. Bronte Barratt, Australia, 1:57.84

8. Ophelie-Cyrielle Etienne, France, 1:57.83

vs.


1. Michael Phelps , United States, 1:42.96 (new world record)

2. Park Taehwan, South Korea, 1:44.85

3. Peter Vanderkaay, United States, 1:45.14

4. Jean Basson, South Africa, 1:45.97

5. Paul Biedermann, Germany, 1:46.00

6. Dominik Meichtry, Switzerland, 1:46.95

7. Yoshihiro Okumura, Japan, 1:47.14

8. Robbie Renwick, Britain, 1:47.47

der langsamste männliche finalteilnehmer schwimmt schneller als der weltrekord der frauen


Du führst Fakten an und implizierst, das allein dadurch schon die Ursache für diese Fakten geklärt wäre.
Niemand bestreitet, dass im Profisport bei den Männern höhere Leistungen erzielt werden als bei den Frauen. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir wissen, warum das so ist, bzw. dass das an biologischen Unterschieden liegt (ich denke, die Gründe sind andere) und dass wir davon ausgehen können, dass das unveränderlich ist.
Das heißt auch, dass wir nicht wissen können, ob Chromosomen für die sportlichen Leistungen ausschlaggebend sind (wie gesagt, ich denke das nicht). Damit können Zwangs-Chromosomen-checks auch nicht gerechtfertigt werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtertrennung im Profisport
 Neuer Beitrag Verfasst: 01.01.2010, 18:51 
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Klumpen Tofu
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Ich glaube man missversteht micht. Das humanistische Prinzip hat ungeheure umwälzungen herbeigefüht. Es hat die menschen nach vorne katapultiert. Vorher war der Mensch unwichtig und das göttliche Prinzip musste bedietn werden. das war der Zeitgeist. Dieser glaube wurde von monarchen und kirche ausgenutzt. Erst als der Mensch zum mittelpunkt wurde, war es überhaupt möglich, dem subjekt vorrecht über religiöse ideale zu geben. Ich glaube dass wir genau das aus der aufklärung lernen müssen. Das Prinzip des Menschens im Mittelpunkt, hällt man sich an dieses Ideal, hätten Europäer seiner zeit ganz sicher nicht Menschen in aller welt missioniert und Indianer umgebracht und vertrieben. Noch heute gibt es viele bereiche wo dieses Prinzip das nachsehen hat. Noch heute glauben Menschen Sie haben das recht andere Menschen in gurppen einzuornden, wenn sie denn einige Merkmale dafür finden.

Ich habe das gefühl, ihr glaubt ich würde die These aufstellen, dass der Humanismus zwangsleufig, wie ein Wunder, alle menschen vernünfitg machte und sie zu gutem handeln anstachelte. Dass dem nicht so sit leigt auf der hand, doch ohne das Individuum im Mittelpunkt jedes handelns zu begreifen ist doch keien Revolution möglich, kein Kampf macht sinn, wenn nicht um Individuen von einer aufgestülpten ordnung zu befreien, damit sie in die lage versetzt werden ihre meinung und ihre überzeugungen zu diskutieren. (Weshalb es im übrigen nach dem Humanismus in der Renaissance noch weitere humanistische Strömungen gab. Humanismus ist nichts statisches, wie etwa eine Religion es ist)
Daher nahm ich mir das recht, hier im forum zu fordern: Stellt das individuelle subjekt in den Mittelpunkt! Und wenn es dann 6 milliarden verschiedene auffassungen ovn geschlechter gibt, dann ist das das einzig humane. Der leistungssport muss andere Parameter finden, aufgrund derer er Sportler klassifiziert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtertrennung im Profisport
 Neuer Beitrag Verfasst: 01.01.2010, 19:08 
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Klumpen Tofu

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ich empfehle dir mal, foucault zu lesen. ich glaube, da kriegste eienn etwas anderen blick auf aufklärung

ich halte diesen fortschrittsoptimismus für ungerechtfertigt. homophobie in europa ist etwa ein produkt der neuzeit

@ Annie_Slut: ich halte deinen skeptizismus da einfach für quatsch. bei unseren nächsten verwandten, den menschenaffen, findest du einen ähnlichen dimoprhismus in bezug auf körpergröße und -kraft

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtertrennung im Profisport
 Neuer Beitrag Verfasst: 01.01.2010, 19:51 
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Klumpen Tofu
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bigmouth hat geschrieben:
ich empfehle dir mal, foucault zu lesen. ich glaube, da kriegste eienn etwas anderen blick auf aufklärung

ich halte diesen fortschrittsoptimismus für ungerechtfertigt. homophobie in europa ist etwa ein produkt der neuzeit

@ Annie_Slut: ich halte deinen skeptizismus da einfach für quatsch. bei unseren nächsten verwandten, den menschenaffen, findest du einen ähnlichen dimoprhismus in bezug auf körpergröße und -kraft



Menschen sowie andere Primaten und sonstige Tiere überhaupt als in genau zwei Geschlechter unterteilt zu interpretieren, ist auch nur eine mögliche Lesart.

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 Betreff des Beitrags: Re:
 Neuer Beitrag Verfasst: 07.02.2010, 01:12 
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Klumpen Tofu

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bigmouth hat geschrieben:
Annie_Slut hat geschrieben:
Ich gehe nicht davon aus, dass es sowas wie natürliche Geschlechtsunterschiede gibt, die nichts mit sozialer Konstruktion zu tun haben.
na, da irrste dich halt. ab der pubertät läuft ein anderes biologisches programm ab, das im schnitt ne andere anatomie zur folge hat. welche frühkindlichen übungen sollen denn bitte die körpergröße beeinflussen können? ist doch eindeutig, dass körpergröße etc an den wachstumshormonen liegen. vorpubertäre kinder sind zumeist zb gleich groß. und dann sind mädchen mit ca. 10-12 doch sogar meist größer als jungen, weil sie früher in die pubertät kommen. das falsifiziert die these doch schon

man müsste jungen schon brutal unterernähren (oder wachstumshemmer spritzen), um auf "natürlichem" wege anatomische gleichheit herzustellen. oder mädchen hormonal dopen


Auch wenn es auf Seite 1 steht und schon etwas her ist:
Der Größenunterschied zwischen Mann und Frau ist nicht hormonell bedingt. Der Beweis dafür sind die matrilinearen Moso: Frauen und Männer haben hier die gleiche Größe.
Das mag damit zu tun haben dass dort Frauen mehr Arbeiten als hier. Hier haben Frauen ja 100 Jahre KKK hinter sich statt wie bei den Moso 100 Jahre Feldarbeit. Das ist natürlich nur meine Theorie dazu, aber Fakt ist: Anderes Geschlecht - gleiche Größe. ;-)

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"Wenn du eine Frau siehst, denke, es sei der Teufel! Sie ist eine Art Hölle!"
- Papst Pius II., 1405-1464


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtertrennung im Profisport
 Neuer Beitrag Verfasst: 07.02.2010, 15:50 
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Klumpen Tofu

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wieso soll eine genetisch isolierte population, bei denenn dimorphismus nicht auftritt, einen beweis alle anderen menschen liefern können, dass körpergröße bei anderen populationen nicht genetisch bedingt ist? frauen haben auch in russland selbstverständlich auf dem feld geholfen - die waren trotzdem kleiner.

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtertrennung im Profisport
 Neuer Beitrag Verfasst: 07.02.2010, 17:38 
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Klumpen Tofu

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Niemand sagt das dort generell kein Dimorphismus auftritt, oder meinst du speziell die Größe?
Ich führe meinen Gedankengang darauf zurück dass dort die Frauen traditionell mehr arbeiten als die Männer. Wenn man das so über Jahrhunderte betreibt, dann kann das schonmal zu ein paar Anpassungen führen. Und ja, du hast völlig recht: er ist (wahrscheinlich) genetisch bedingt bzw führte der Lebensstil zu einer genetischen Anpassung, so meine Idee.
Meine Aussage war: Ist nicht hormonell bedingt.

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